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De-Mail: Risiken und Chancen

by Natanael Mignon on April 11th, 2011

Noch immer muss man die Einführung von „De-Mail“ als schwebendes Verfahren bezeichnen. Zwar ist etwa der Wettbewerb mit der „E-Post“ schon am Markt, doch traut sich noch kaum jemand ernsthaft an das Thema heran. Wir gehören auch eher zu den Zweiflern, schließlich bestehen Risiken und es findet auch eine gewisse Augenwischerei zum Thema Sicherheit bzw. Vertraulichkeit statt, die so nicht hinzunehmen ist.

Dr. Burkhard Wiegel, Geschäftsführer und technischer Leiter eines Berliner Herstellers von Produkten für die zentrale E-Mail-Verschlüsselung und -Signatur, bewertet das Potential von De-Mail wie folgt:

Mit De-Mail wird der rechtsverbindliche E-Mail-Austausch einfach möglich. Auch für unsere Kunden ergeben sich interessante Optionen, bisher papiergebundene Geschäftsprozesse effizient über De-Mail elektronisch abzuwickeln. Hinsichtlich ‚Sicherheit‘ ist der proklamierte Zugewinn allerdings trügerisch, da De-Mails bei den Providern im Klartext durchreisen. Wer echte Vertraulichkeit benötigt, kommt daher an einer professionellen Verschlüsselungslösung wie unserem Z1 Gateway mit S/MIME und OpenPGP sowie Passwort-basierenden Mechanismen wie PDFContainer und WebSafe nicht vorbei.

Weiterhin besteht das Risiko von Patentverletzungsklagen von Seiten des US-Unternehmens RPost, das ein europaweit gültiges Software-Patent auf elektronische Einschreiben besitzt. Eine entsprechende Klage wurde bereits gegen das Schweizer De-Mail-Pendant „Incamail“ eingereicht.

Es fehlen aus unserer Sicht triftige Gründe für Unternehmen, sich aktuell näher mit De-Mail zu befassen, solange diese offenen Fragen und Risiken nicht zufriedenstellend und glaubwürdig geklärt sind.

From → Sicherheit

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